Mit einer Initiativbewerbung in die Welt der IT
Jana: Herzlich Willkommen liebe Louisa zu unserem Interview. Stell Dich bitte einmal vor: Wer bist Du, was hast Du bisher gemacht und was machst Du heute?
Louisa: Ich bin Louisa, 28 Jahre alt und seit fast zwei Jahren Teil des pco-Teams. Gestartet bin ich im April 2024 als Operation Specialist in unserem Security Operations Center. Dort habe ich mich vor allem um die Schichtplanung im Drei-Schicht-Betrieb, die Teamorganisation und verschiedene Vertragsthemen gekümmert. Zum Jahreswechsel 2024/2025 durfte ich mich dann zum Service Teamlead SOC weiterentwickeln. Neben meinen bisherigen Aufgaben kamen damit auch die Neu- und Weiterentwicklung unseres SOC-Services, verschiedenste Themen rund um unsere Kund:innen sowie die Personalverantwortung für das SOC-Team dazu.
Mit der Umstrukturierung im Geschäftsfeld Cyber Security hat sich zum Jahreswechsel 2025/2026 für mich eine neue spannende Chance ergeben: Ich darf das Thema Customer Success bei pco aufbauen und im Geschäftsbereich etablieren.
Jana: Wie bist Du zur IT gekommen? Was war der ausschlaggebende Punkt, dass Du Dich für einen Weg in die IT (bei pco) entschieden hast. Gab es einen bestimmten Moment oder Menschen, der Dich für IT begeistert hat?
Louisa: Ich komme ursprünglich aus der Logistikbranche und hatte dort von Anfang an viel mit IT-Themen zu tun. Gestartet bin ich als Projektmanagerin im Business-Intelligence-Umfeld und habe mich später in Richtung Kund:innenweiterentwicklung und Business Development weiterentwickelt. Einen prägenden Berührungspunkt mit Cyber Security hatte ich bei einem früheren Arbeitgeber, als ich einen Cyber-Angriff aus Mitarbeitersicht miterlebt habe. Das war intensiv und gleichzeitig wirklich spannend. Mich hat vor allem interessiert, was im Hintergrund passiert und wie Teams solche Situationen professionell managen.
pco ist mir dann immer wieder auf Social Media begegnet. Irgendwann habe ich genauer hingeschaut, mit Freund:innen gesprochen und war schnell überzeugt von der Mischung aus Teamspirit und Entwicklungsmöglichkeiten. Also habe ich die Chance ergriffen und mich initiativ beworben.
Teil des Teams ab Tag eins.
Jana: Was waren Deine konkreten Aufgaben als Service Team Lead Security Operations Center? Wie sieht Dein Arbeitsalltag bei uns aus? Welche Aufgaben machen Dir besonders Spaß?
Louisa: Als Service Team Lead im SOC lag mein Fokus vor allem auf der Neu- und Weiterentwicklung unserer Services. Also darauf, bestehende Leistungen sinnvoll zu ergänzen und an neue Anforderungen anzupassen. Gleichzeitig habe ich die Schichtplanung für unsere SOC-Analysten verantwortet, die im 24/7-Drei-Schicht-System an 365 Tagen im Jahr für unsere Kund:innen im Einsatz sind. Dazu kamen unterschiedliche Vertrags- und Kundenthemen sowie organisatorische Aufgaben im Team.
Besonders Spaß gemacht hat mir die Kombination aus der Entwicklung neuer Services und andererseits nah am Tagesgeschäft und an den Menschen im SOC zu sein.
Jana: Was schätzt Du an Deiner Arbeit in der IT heute am meisten?
Louisa: Man bleibt nicht stehen. Die Themen entwickeln sich ständig weiter, es gibt immer neue Herausforderungen und man lernt permanent dazu. Kein Tag ist wie der andere. Das macht es für mich so spannend. Die Dynamik und das gemeinsame Lösen von komplexen Aufgaben machen jeden Tag besonders.
Jana: Und wie erlebst Du die Zusammenarbeit bei pco?
Louisa: Ich persönlich erlebe den Teamspirit und das Miteinander bei pco als wirklich positiv. Jede:r steht füreinander ein und unterstützt, wo er kann. Schon ab Tag eins hatte ich das Gefühl, wirklich Teil des Teams zu sein. Die Kolleg:innen sind offen, neugierig und begegnen einem auf Augenhöhe.
Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke zählen.
Jana: Manche Vorurteile in der IT halten sich hartnäckig, obwohl sie längst überholt sind. Welches IT-Vorurteil nervt Dich am meisten und warum stimmt es nicht?
Louisa: Ein Vorurteil, das mich wirklich nervt, ist, dass viele denken, dass ein Job in der IT „nur etwas für Männer“ und das gesamte Aufgabenfeld ausschließlich technisch ist. Dieses Bild wird durch Filme und Serien immer wieder verstärkt, hat aber mit der Realität aus meiner Sicht wenig zu tun.
IT ist vielseitig und lebt von Teamarbeit, Kommunikation und den unterschiedlichen Perspektiven auf ein Projekt. Sie bietet viele Rollen, in denen man gestalten, koordinieren oder strategisch arbeiten kann ohne tiefgehende Programmierkenntnisse oder Infrastrukturwissen zu haben.
Natürlich gibt es auch die „klassischen“, sehr technischen Rollen, die genau dieses Bild bedienen. Auch dafür braucht es Raum und die Möglichkeit, sich fachlich richtig zu entfalten. Aber IT ist eben nicht nur das. Sie ist viel breiter und vielfältiger als viele denken.
Und ich finde, pco ist dafür ein richtig gutes Beispiel: Auch in sehr technischen Rollen haben wir viele starke weibliche Kolleginnen. Das zeigt, dass IT längst keine Männerdomäne mehr ist, sondern eine Branche, in der die unterschiedlichen Perspektiven gewünscht und gebraucht werden.
Jana: Welche Fähigkeiten sind Deiner Meinung nach in der IT wirklich wichtig?
Louisa: Gerade weil IT so viel mit Zusammenarbeit zu tun hat und oft verschiedene Blickwinkel erfordert, sind Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke in vielen Rollen wichtig. Die besten Lösungen entstehen meistens im Team. Außerdem finde ich Neugierde und echtes Interesse an neuen Themen wichtig. Die IT entwickelt sich ständig weiter, wer offen für Neues bleibt, und Lust hat, dazuzulernen, ist aus meiner Sicht hier genau richtig.
Jana: Warum sind Deiner Meinung nach noch immer wenige Frauen in der IT tätig?
Louisa: Ich glaube, ein Grund ist, dass sich bestimmte Bilder einfach schon lange halten. Viele kommen schon früh mit dem Eindruck in Berührung, dass IT „technisch, kompliziert und eher männlich“ ist und fühlen sich dadurch vielleicht gar nicht erst angesprochen. Dazu kommt, dass Vorbilder eine große Rolle spielen. Wenn man in Schule, Studium oder Medien hauptsächlich Männer in technischen Rollen sieht, entsteht schnell das Gefühl, dort nicht ganz dazuzugehören.
Dass die IT in der Realität total vielseitig und kommunikativ ist, wird häufig gar nicht gesehen. Umso wichtiger finde ich es, sichtbar zu machen, wie vielfältig die Branche wirklich ist und dass es oft keinen „typischen“ IT-Werdegang gibt.
Entwicklung ist ALLES.
Jana: Was macht pco aus Deiner Sicht als Arbeitgeber insbesondere für Frauen attraktiv?
Louisa: Was pco für mich als Arbeitgeber besonders attraktiv macht, ist vor allem die Kultur. Hier zählt nicht, wer man ist oder welchen Hintergrund man mitbringt, sondern was man einbringen möchte. Jede:r wird gleich behandelt und man begegnet sich auf Augenhöhe, egal ob Vorgesetzte:r oder Kolleg:in. In meinem Alltag vergesse ich oft, dass ich manchmal mit vielen Männern in einem Raum sitze oder mehr Männer als Frauen auf Events antreffe, weil es keine Rolle spielt.
Was ich außerdem sehr schätze: Wenn man Lust hat, sich weiterzuentwickeln, bekommt man die Möglichkeit dazu. Ich selbst habe die Chance bekommen, mich aus der eher serviceorientierten Rolle stärker in Richtung Kunde zu entwickeln. Heute kümmere ich mich um die Belange und offenen Themen unserer Kund:innen, arbeite an deren Zufriedenheit und daran, die Zusammenarbeit mit pco weiter zu stärken. Gleichzeitig unterstütze ich meine Kolleg:innen mit dem Feedback unserer Kund:innen, um Prozesse zu verbessern. Wer Ideen hat und Verantwortung übernehmen möchte, bekommt den Raum dafür.
Jana: Was würdest Du Frauen raten, die überlegen, in die IT zu gehen? Welche Botschaft möchtest Du Frauen mitgeben, die noch zweifeln? Was müsste sich ggf. in der IT auch ändern, damit mehr Frauen diesen Weg einschlagen?
Louisa: Ich würde jeder Frau, die überlegt, in die IT zu gehen, sagen „Trau Dich“. Man muss nicht alles können, bevor man startet. Es ist viel wichtiger, sich mit Neugierde, Lernbereitschaft und Lust einzubringen. Die IT ist deutlich vielfältiger, als viele denken, und es gibt unzählige Rollen, in denen man seine Stärken einbringen kann. Wenn Zweifel da sind, dann oft, weil bestimmte Bilder im Kopf sind, die eigentlich schon lange nicht mehr der Realität entsprechen. Ich denke es hilft mit Menschen zu sprechen, die in der Branche arbeiten, mal hinter die Kulissen zu schauen und sich ein eigenes Bild zu machen. Oft merkt man dann, dass man viel besser reinpasst, als man vielleicht dachte.
Damit sich noch mehr Frauen für diesen Weg entscheiden, braucht es denke ich Sichtbarkeit und Vorbilder. Es hilft, wenn unterschiedliche Werdegänge und Perspektiven gezeigt werden und dadurch klar wird, dass es nicht zwingend einen „typischen“ IT-Lebenslauf braucht.
Die IT lebt von unterschiedlichen Perspektiven. Und genau deshalb braucht sie mehr Frauen. Nicht um dadurch irgendeine Quote zu erfüllen, sondern weil Vielfalt ein Team stärker macht.
Jana: Vielen Dank Louisa, für das spannende Interview.
Wir freuen uns von Dir zu hören
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