Laith und Michael unterwegs in Spanien.

Erasmus+ Programm für unsere Auszubildenden.

Bei pco möchten wir unseren Auszubildenden nicht nur fundiertes Fachwissen vermitteln, sondern ihnen auch die Chance geben, über den Tellerrand hinauszuschauen und wertvolle Erfahrungen für ihre Zukunft zu sammeln. Ein Auslandspraktikum bietet die perfekte Gelegenheit, neue Kulturen sowie andere Arbeitsweisen kennenzulernen und spannende Einblicke in internationale Unternehmen zu erhalten. 

Unsere Auszubildenden Laith Almoselli und Michael Rill, beide im dritten Lehrjahr zum Fachinformatiker für Systemintegration, haben diese Chance genutzt. Im Sommer 2025 wagten sie den Schritt ins Ausland und absolvierten ein zweimonatiges Praktikum in Spanien, ermöglicht in Zusammenarbeit mit der BBS Brinkstraße.

In diesem Artikel geben die beiden einen persönlichen Einblick in ihre Zeit beim Unternehmen 'Plasticband'. Welche Erfahrungen sie gesammelt haben, welche Herausforderungen sie meistern mussten und was sie für ihre berufliche Zukunft daraus mitnehmen erfährst Du in diesem Artikel. 

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02. Oktober 2025
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Ausbildung
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Laith Almoselli & Michael Rill

Arbeiten in Granollers

Austausch Spanien

Von Köln aus ging es für uns nach Barcelona, auf in ein neues Abenteuer, das wir so schnell nicht mehr vergessen werden. 

Unsere Einsatzfirma befand sich in Granollers, einer Industriestadt rund 30 Minuten außerhalb von Barcelona. Dort haben wir bei 'Plasticband' gearbeitet, einem Unternehmen mit etwa 60 Mitarbeitenden, das seit den 1970er-Jahren Verpackungsmaschinen entwickelt und produziert sowie eigene Folien und Bänder herstellt.

Wir waren in der internen IT-Abteilung eingesetzt, einem kleinen Team von vier Personen. Schnell merkten wir, dass die Arbeitsweise in Spanien teilweise ganz anders ist als in Deutschland: Ticketsystem? Fehlanzeige, die Mitarbeitenden wandten sich direkt an die IT. Außerdem wurde viel mit Open-Source-Software gelöst.

Die ersten Tage

Austausch Spanien

Schon am ersten Tag wurden wir herzlich begrüßt. Obwohl wir als Austauschstudierende eigentlich nur in den Arbeitsalltag reinschnuppern sollten, hatten wir von Beginn an die Möglichkeit, uns einzubringen.

Daher zählten zu unseren Projekten in diesen zwei Monaten verschiedenste Themen. Von der Modernisierung alter Serverstrukturen, über die Einführung von Microsoft Intune, Schulungen zu IT-Sicherheit, Einführung von Multi-Faktor-Authentifizierung bis hin zu Anpassungen an der Firewall und dem Durchführen von Penetration-Tests mit Linux und Wireshark. 

Ein Highlight war unsere genehmigte Phishing-Simulation: Wir verschickten eine täuschend echte Mail mit gefälschter Microsoft-Anmeldeseite - und fast alle Mitarbeitenden tappten in die Falle. Die Auswertung brachte uns zum Schmunzeln, war aber auch ein guter Anlass für eine stärkere Sensibilisierung im Bereich IT-Security. 

Neben diesen Projekten gehörten auch klassische IT-Aufgaben wie Geräte-Einrichtung, Windows-Installationen oder Troubleshooting zum Alltag. Besonders schön: Wir genossen großes Vertrauen, hatten volle Admin-Rechte und durften viel eigenständig arbeiten.

Leben, Kultur und Sport in Spanien

Abseits der Arbeit bot uns das Auslandspraktikum aber auch die tolle Möglichkeit, um Land und Leute intensiver kennenzulernen. Untergebracht waren wir unter anderem in einer Wohngemeinschaft und unsere Gastgeberin war ein echtes Energiebündel, immer gut gelaunt, singend und kochend.

Das Wetter war natürlich traumhaft: zwischen 20 und 30 Grad, fast immer Sonne und so gut wie kein Regen. Unser täglicher Arbeitsweg führte uns 40 Minuten durch die Berge, das war definitiv ein Erlebnis für sich.

Auch sportlich waren wir sehr aktiv. Ein besonderes Highlight war ein Lauf entlang der Küste: Ganze 40 Kilometer von Barcelona bis fast nach Lloret de Mar legten wir zurück. Dabei genossen wir das Rauschen des Meeres, die Sonne und die vielen Menschen, die ebenfalls mitliefen. Natürlich haben wir auch die spanische Küche erst kennen und dann ziemlich schnell auch lieben gelernt. Mehrmals wurden wir von der Firma eingeladen, um traditionelle Gerichte zu probieren: Tapas, Paella und andere Spezialitäten durften natürlich nicht fehlen.

Austausch Spanien
Austausch Spanien

Entdeckungen in der Freizeit

Austausch Spanien

An den Wochenenden waren wir immer viel unterwegs, um das Land weiter zu erkunden. Dauerhaftes Wohnen über Airbnb war kaum möglich, weshalb wir öfter umziehen mussten. Im Nachhinein stellte sich das aber als Vorteil heraus, da wir dadurch viele verschiedene Orte kennengelernt haben.

In Barcelona besuchten wir die bekanntesten Sehenswürdigkeiten wie die Sagrada Família, den Park Güell, die Rambla, das Gotische Viertel und viele mehr. Auch die Strände der Stadt waren ein fester Bestandteil unserer freien Tage. Außerdem haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Gebirgskette Montserrat zu besuchen und eine spektakuläre Felsformation und großartige Aussicht genossen. In der historischen Hafenstadt Tarragona, mit römischen Ruinen und wunderschöner Altstadt, verbrachten wir schöne Stunden. Und was natürlich nicht fehlen durften war ein Besuch in Lloret de Mar, eins der beliebtesten Küstenziele mit Stränden, Nachtleben und lebhafter Atmosphäre.

Unser Fazit

Unser Aufenthalt in Spanien war rundum gelungen, fachlich wie persönlich. Wir konnten wertvolle IT-Erfahrungen sammeln, an spannenden Projekten mitarbeiten und gleichzeitig die Kultur, Landschaft und Menschen Spaniens kennenlernen.

Besonders bleibt uns in Erinnerung, wie offen und herzlich wir aufgenommen wurden und wie viel Vertrauen uns entgegengebracht wurde. Es war eine großartige Erfahrung, die wir nicht missen möchten und von der wir sicher noch lange im Arbeitsleben profitieren werden. Wir danken allen Beteiligten für diese Möglichkeit. 

Nikole Warkentin

Nikole Warkentin

HR Specialist

0541 9632 5200

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