Wirtschaftsschutz warnt vor Call-ID-Spoofing

Das Wirtschaftsschutz-Team der niedersächsischen Verfassungsschutzbehörde warnt vor einer Betrugsmasche, die schon seit einiger Zeit in verschiedensten Ausprägungen erfolgreich ist: Anrufe vom Telefonanschluss des Geschäftsführers.

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12. August 2019
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Information Security
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Ulf Masselink

Call-ID-Spoofing

Das Vorgehen ist denkbar einfach: Ein Telefonanschluss wird so manipuliert, dass beim Angerufenen eine andere Telefonnummer als die tatsächliche angezeigt wird. Die IP-Telefonie macht es möglich. Dieses Vorgehen wird als Call-ID Spoofing bezeichnet. Der Betrüger schlüpft in die Rolle eines Polizisten, eines Mitarbeiters eines bekannten Unternehmens oder in die Rolle des Geschäftsführers. Tatsächlich agieren sie aber mit betrügerischer Absicht meist aus einem Call-Center. Denkbar ist auf diese Art und Weise auch ein nachrichtendienstlicher Angriff zum Zwecke der Ausforschung von Mitarbeitern sowie Unternehmen. In einem vorliegenden Fall sprach der Anrufer Deutsch mit osteuropäischem Akzent.

Vorsicht geboten

Beim geringsten Zweifel Ihrerseits über die Identität des Anrufers sollten Sie diesen über die Ihnen bekannte Nummer zurückrufen. Wichtig ist hierbei, dass Sie die Nummer händisch in Ihr Telefon eingeben. Nutzen Sie nicht die Rückruffunktion ihres Telefons, sonst könnten Sie wieder bei dem Angreifer landen.

Gerichte, Behörden, Banken, die Polizei usw. fordern Sie nie telefonisch zur Zahlung von Geldbeträgen auf – erst recht nicht auf ausländische Konten. Sie sollten Ihre Kontodaten oder Passwörter nicht am Telefon preisgeben oder mit dem Anrufer abgleichen. Gestatten Sie niemals einem unbekannten Anrufer den Zugriff auf Ihren Computer und lassen ihn etwas installieren. Beachten Sie, dass die Ihnen angezeigte Nummer auf dem Telefondisplay lediglich einen Anhaltspunkt liefert, wer der Anrufer sein könnte und keineswegs eine sichere Identifikationsmöglichkeit ist. Fragen Sie in Zweifelsfällen bei der tatsächlichen Einrichtung nach, ob der geschilderte Sachverhalt stimmt. Notieren Sie sich den Zeitpunkt des Anrufs sowie wichtige Details wie den Namen des Anrufers und die Ihnen genannte Kontonummer.

Seien Sie vorsichtig, gehen Sie auf keinen Fall auf die Forderungen ein und kontaktieren Sie im Zweifel immer die Polizei.

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema:

Christian Gäbel

Christian Gäbel

Business Development Manager

Information Security

Tel.: 0541 605 1550

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