Neues Lizenzmodell von Citrix

Wichtige Änderungen für Citrix Kunden

Der Hersteller Citrix ändert zum 30.09.2020 sein Lizenzmodell. Ab diesem Zeitpunkt können Kunden keine Kauflizenzen, sondern nur noch Mietlizenzen erwerben. Bei den Mietlizenzen spricht man von sog. Subscriptions.

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26. Juli 2020
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Cloud & Modern Workplace
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Tim Gravemann

Was bedeutet dies für Sie als Kunde?

Ab diesem Stichtag können Sie nicht wie gewohnt On Premise Lizenzen (perpetual) für Ihre Virtual Apps and Desktop Infrastruktur beziehen. Ihre bestehenden Lizenzen laufen jedoch wie gewohnt weiter, auch die Maintenance kann weiter bezogen werden. Aber Neukäufe sind in dieser Art nicht mehr möglich. Alle künftigen Lizenzen laufen über eine „On Premise Subscription" also ein Abomodell, welches jeweils für 12, 24 oder 36 Monate gültig und jährlich zu zahlen ist. Rein technisch ändert sich nichts, am Lizenzserver müssen Sie nichts anpassen und auch künftige Mietlizenzen sind genauso wie die Kauflizenzen zu verwalten. Im Folgenden zeigen wir Ihnen einen Vergleich auf, zwischen einer dauerhaften lizenzierten Citrix-Software und dem neuen Citrix Subscription Äquivalent.
 

Citrix Lizenzierungsoptionen

Aktuell sind nahezu alle Kunden mit traditionellen (Perpetual) Lizenzen ausgestattet. Bereits gelistet aber bisher wenig nachgefragt, sind die sogenannten On-Premise Subscriptions Lizenzen.  Diese rücken aber künftig deutlich in den Vordergrund, weil der Hersteller Citrix neben den On Premise Subscriptions nur noch Citrix Cloud Services vertreiben möchte. Ziel von Citrix ist es, alle Lizenzen in einem entsprechenden Abomodell zu vertreiben. 

 

Traditionelle dauerhafte Lizenzierung (perpetual)

Bei einem unbefristeten Lizenzmodell kann der Kunde lizenzierte Software auf unbestimmte Zeit nutzen. Der Kunde kauft mit einer einmaligen Gebühr ein Nutzungsrecht für eine Software. Er entschiedet sich auch oft dafür, eine optionale jährliche Wartungs- und Supportgebühr zu bezahlen. Die Gebühr berechtigt ihn zum Zugriff auf alle nachfolgenden Versionen der Software, Software-Upgrades, Patches und technischen Support. Unter Kostengesichtspunkten wird eine hypothetische ewige Lizenzkostenstruktur für die ersten 5 Jahre wie folgt aussehen.  

Grafik 1 Lizenzmodell

Die Kostenstruktur beinhaltet die Kosten für das erste Jahr (Y0) die Lizenzkosten - normalerweise als Investition verbucht - sowie die Support- und Wartungskosten ($525 + $120). Für Y1 - Y4 zahlt der Kunde lediglich Support- und Wartungskosten ($120) für die folgenden Jahre, bis die Version der Software "End of Life" (EOL) erreicht. Natürlich ist die jährliche Support- und Wartungsgebühr nicht obligatorisch und der Kunde kann die Zahlung dieser Gebühr jederzeit einstellen. Ohne diese Gebühr verliert der Kunde jedoch den Zugang zu zukünftigen Upgrades, Software-Support und Patch-Releases. In dem Szenario, in dem Upgrades und Patches verfügbar werden, liegt es in der Verantwortung des Kunden, diese Updates selbst zu installieren. Diese Option haben Sie auch nach dem 01.10.2020, Sie können für bestehende Lizenzen weiterhin die Maintenance erwerben. Ein Ende hierfür ist nicht bekannt, jedoch möchte der Hersteller Citrix einheitlich seine Lizenzen vertreiben. Somit ist davon auszugehen, dass in einigen Jahren diese Option nicht mehr besteht. 

Grafik 2 Lizenzmodell

Abonnementbasierte Lizenzen (Subscription)

Im Gegensatz zum Dauerhaften-Lizenz-Modell werden künftig die Citrix Lizenzen ein Subskriptionsmodell, Jeder Service, einschließlich Updates, Konfiguration, Integration und Support, ist in einem einzigen Jahresabonnementpreis enthalten. Die Verantwortung für das Management und die Infrastruktur bleibt jedoch bei Ihnen. Wie die Grafik zeigt, ist ein Abomodell konstant und vorhersehbar. Die Rechnungslegungsvorschriften als Abonnement, sind in der Regel als Betriebskosten zu behandeln und nicht als Kapitalkosten.  

Monatliche Abrechnung über das Citrix Service Provider Programm

Neben der Möglichkeit des Kaufes einer Subscription oder zusätzlicher Lizenzen besteht zusätzlich die Möglichkeit Lizenzen auf Basis der tatsächlichen Nutzung auf Monatsbasis zu lizenzieren. Hierdurch erhöhen Kunden die Flexibilität und „mieten“ die gewünschten Lizenzen über den Service Provider ihrer Wahl. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um On Premises oder Cloud Lizenzen handelt. Als Citrix Premier Partner im Service Provider Programm unterstützen wir Sie gerne bei der Betrachtung dieses, attraktiven Modells. Zusätzlich zu den reinen Lizenzen bieten wir unseren Kunden zusätzliche Managed Service und übernehmen auf Wunsch auch den kompletten operativen Betrieb der Citrix Infrastruktur. Passende Dienste für den Service definieren wir gemeinsam mit unseren Kunden und gehen dabei individuell auf Ihre Bedürfnisse ein. 

Verlagerung der Kosten von CapEx nach OpEx

Typischerweise sind Investitionen in die IT-Infrastruktur groß und oft unvorhersehbar, häufig mit erheblichen Kapitalkosten - buchstäblich den Kosten des Geldes - sowie mit einer typischen Kapitalrenditeanforderung der meisten Finanzabteilungen verbunden.Viele Organisationen sind durch die Märkte oder private Kreditgeber in der Höhe der Investitionen, auf die sie zugreifen können, eingeschränkt. Deshalb ziehen es viele Unternehmen vor, zu leasen, statt zu kaufen; sie wollen kein wertvolles Kapital binden. Diese Philosophie führt in verschiedenen Branchen zu einer Verlagerung hin zu Abomodellen. 

Große IT-Ausgaben wie die Beschaffung von Software und Infrastruktur fallen unter das Dach der Kapitalkosten (CapEx), einschließlich der Aktivierung von Software. Mit dem Aufkommen von Cloud Computing und dem periodischen, verbrauchsgesteuerten Einkauf im Abonnementstil verlagern viele Unternehmen erfolgreich einen Teil oder alle IT-Investitionen in das operative Kostenkonto (OpEx)

Einsparpotenzial: Vermeidung von Finanzierungshürden: Durch den Wechsel von einem CapEx- zu einem OpEx-Modell können Kunden Risiken und Unvorhersehbarkeiten im Zusammenhang mit großen Hardware-/Software-Investitionen eliminieren. Die IT-Infrastruktur kann zu einem regelmäßigen, berechenbaren und oft verbrauchsabhängigen Betriebsaufwand werden - oft von den Finanzabteilungen bevorzugt. Dadurch werden Kapitalkosten und Kapitalrenditeanforderungen vermieden.

Aktueller Vergleich von Perpetual & Subscription Modell

Grafik 3 Lizenzmodell

Der Hersteller Citrix gibt an, dass der Break-Even-Point bei etwas über 4 Jahren liegen wird. Das bedeutet nominell sind die Gesamtkosten bei der Subscription im fünften Jahr höher als bei der traditionellen Varianten. Die Kosten im Cloudumfeld sind sogar schon nach 2,5 Jahren höher. Dies liegt aber daran, dass die Citrix Cloud Services deutlich mehr sind als nur Lizenzen in der Cloud. Hierbei entstehen erhebliche Einsparungen bei der Wartung und der Infrastruktur.

In ersten Angeboten für Kunden zeigt sich jedoch ein überraschendes Ergebnis. Dort lag der Break Even Point teilweise bei über 12 Jahren. Also erst im 13ten Jahr ist das Abomodell teurer als die Kauflizenz mit jährlicher Wartung. Jedoch ergeben sich erhebliche Abweichungen bei der Berechnung, abhängig von den geforderten Lizenzen und der Art der Unternehmung. Bei dieser langen Zeit ergeben sich jedoch ungeahnte Freiheiten beim Kunden. Selbst bei einer weitsichtigen Unternehmensführung, ist es wohl kaum möglich eine IT-Strategie länger zu definieren als 10 Jahre im Voraus.  

Fazit

Sollten Sie aktuell überlegen Ihre Citrix Farm zu erweitern, ist vielleicht jetzt noch ein günstiger Zeitpunkt sich Lizenzen zu sichern. Diese können Sie dann homogen behandeln mit Ihren Bestandslizenzen.

Jedoch sollte das künftige Abomodell nicht abschrecken. Die niedrigen einmaligen Investitionskosten schaffen Möglichkeiten für Versuchs- und Zwischenlösungen. Sie erhalten damit eine unbekannte Freiheit und Flexibilität, welche Sie nutzen können, um sich im Citrix Umfeld weiterzuentwickeln. 

Die strategische IT-Ausrichtung geht in nahezu allen Branchen hin zur Cloud, mit einem flexiblem Lizenzmodell haben Sie jederzeit die Möglichkeit Ihr Unternehmen dahin auszurichten. Dabei ist es unabhängig ob Sie die Möglichkeiten der Citrix Cloud Services nutzen oder ein vergleichbares Produkt, wie z.B. von Microsoft Windows Virtual Desktop. 

Sollten Sie sich in dieser Situation wiederfinden, sollten Sie jetzt zeitnah auf uns zu kommen. Gerne bereiten wir Ihnen ein Angebot auf, worin wir die verschiedenen Lizenzoptionen gemeinsam mit Ihnen vergleichen. Auf Wunsch bieten wir Ihnen auch den Wechsel in eine monatliche und nutzungsabhängige Abrechnung an.

Wenn Sie nähere Informationen benötigen, kommen Sie ebenfalls gerne jederzeit auf mich zu. 
 

Ansprechpartner

Stefan Haidukiewitz

Stefan Haidukiewitz

Sales Specialist

Modern Workplace

Tel.: 0541 605 1500

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