Täglich verlassen rund 20 LKW-Ladungen feiner Backwaren das Gelände der Herstellers Coppenrath Feingebäck GmbH. Mit Hilfe von Intermec-Druckern und des Know-hows des Systemhauses pco erfolgt die Etikettierung von täglich über 20.000 Produktverpackungen jetzt wesentlich flexibler und effizienter.
Das Familienunternehmen Coppenrath Feingebäck GmbH im emsländischen Geeste/Groß-Hesepe existiert bereits seit dem Jahr 1825. Was im 19. Jahrhundert als kleine Landbäckerei begann, ist heute ein erfolgreicher, mittelständischer Anbieter von Dauerbackwaren, der im Jahresdurchschnitt etwa 200 Mitarbeiter beschäftigt, täglich bis zu 120 Tonnen Feingebäck produziert und in der ganzen Welt vertreibt. Das Unternehmen produziert nicht nur Spekulatius, zahlreiche Kekssorten und kleine Kuchen unter der Marke „Coppenrath“, sondern beliefert auch große Lebensmittelketten mit Eigenmarken und produziert für Süßwarenhersteller und andere Unternehmen Halbfabrikate, die weiter veredelt werden.
Damit die süße Ware den Empfänger so schnell wie möglich erreicht, müssen die Mitarbeiter in der Produktion, an den Verpackungsanlagen und im Bereich Lager & Logistik möglichst
reibungslos zusammenarbeiten. Dies funktioniert insbesondere seit der erfolgreichen Einführung eines ERPSystems ausgezeichnet. Dennoch fiel dem Kaufmännischen Leiter und EDV-Fachmann Yves-Rando Diek ein Schwachpunkt auf, den es zu verbessern galt:
Verschiedene in der Produktion benötigte Klebe-Etiketten mussten stets bereits am Vortag von einem eigens hierfür abgestellten Mitarbeiter erstellt werden. Nach dem Etikettendruck galt es zudem, die Aufkleber wieder auf eine Rolle zu ziehen und sie jeweils dort zu positionieren, wo sie während des Verpackens der Produkte benötigt werden.
Problematisch: Oft wurden zu viele Etiketten produziert, so dass aufgrund keiner Weiterverwendungsmöglichkeit unnötig viel Etikettenmaterial verbraucht wurde. In anderen Fällen kam es wiederum vor, dass nicht genug Etiketten produziert wurden, wodurch die Abläufe aufgrund der erforderlichen Vorproduktion der Kleber ins Stocken gerieten. „Es lag auf der Hand, dass dieser Ablauf verbessert werden musste,“ betont EDV-Mann Diek, der sich mit diesem Anliegen an das Osnabrücker Systemhaus pco wandte, mit dem Coppenrath bereits langjährig zusammenarbeitet.
pco besteht seit 25 Jahren und beschäftigt über 70 Mitarbeiter. pco begleitet mit einer zielorientierten Kombination aus Beratung, Betreuung und Dienstleistung nahezu sämtliche IT-Prozesse im Kundenunternehmen, wobei selbstverständlich modernste Technik namhafter Soft- und Hardwarehersteller zum Einsatz kommt. Gemeinsam mit dem Systemhaus erarbeitete man ein Soll-Konzept, dass dem Traditionsunternehmen mehr Flexibilität, einen deutlichen Zeitgewinn und einen massiven Kostenvorteil bescherte. Dabei galt es, zahlreiche Anforderungen zu beachten: So sollte der für die Etikettenproduktion verantwortliche Mitarbeiter entlastet werden. Weitere Ziele waren, den Etikettenverbrauch auf die tatsächlich benötigte Menge zu begrenzen und die Mitarbeiter vor Ort an der Verpackungsstraße nicht mit zusätzlichen, komplizierten Aufgaben zu belasten. Nach der kurzen Implementations- und Testphase gelangen die Kekse aus der Backstraße jetzt ohne „Stau“ zum Kunden. Kernbestandteil der neuen Lösung ist das Intermec-Druckermodell PM4i. Abgesehen von der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit pco fiel bei Coppenrath die Entscheidung für die Intermec-Produkte aus einem klaren Grund: Die Intermec-Drucker beherrschen Fingerprint. Intermec Fingerprint ist die erste „echte“ Programmiersprache für Drucker. Es ist einfach zu nutzen und bietet die Möglichkeit jede Druckerfunktion an die Kundenbedürfnisse anzupassen.
Fingerprint basiert auf einer BASIC ähnlichen Befehlsstruktur. Solch ein Programmiertool ist einzigartig in der Barcode-Druckerindustrie. Kein anderer Hersteller bietet solch eine Funktion. Ohne großen Programmieraufwand wurde es dadurch möglich, direkt dort, wo die Ware verpackt wird, die exakt benötigte Etiketten-Anzahl verschiedener Etiketten-Layouts zu drucken. Der Mitarbeiter meldet sich an dem Drucker bei Schichtbeginn an. Der Drucker fragt den Arbeitsplatz ab, den der Bediener eingibt. Dadurch weiß der intelligente Drucker, welche Layouts zu dem jeweiligen Arbeitsplatz gehören. Vorteil: Der Drucker kann an andere Arbeitsplätze wandern, da mit der Nummer, die der Bediener eingibt, Etikettenlayouts verbunden sind. Das Layout zieht sich der Barcodeprinter über WLAN vom Server. Auch dadurch ist der Printer flexibel an verschiedenen Orten bei Coppenrath einsetzbar.
Für die EDV-Abteilung extrem vorteilhaft: Sie kann jederzeit einsehen, welches Etikett gerade wo produziert werden muss und eine entsprechende Druckdatei erstellen. Und für die Mitarbeiter am Band ist der Etikettenausdruck sogar noch einfacher als telefonieren: Sie starten den Ausdruck der passenden Etiketten durch die einfache Eingabe einer dreistelligen Ziffernfolge - schon erfolgt der Ausdruck im Spendemodus! Durch kurzes Pressen der Taste „C“ am Drucker versiegt die Produktion der Labels jederzeit wieder, so dass kein unnötiger Überschuss entsteht. Ein riesiger Vorteil gegenüber der unflexiblen Etiketten-Vorproduktion,
wie sie vor dem Umstieg auf den PM4i notwendig war.
Genau richtig für die Back-Umgebung bei Coppenrath: Das Barcode-Druckermodell PM4i. Er ist der erste Industrie-Etikettendrucker, der standardmäßig mit einem integrierten seriellen, USBund-Ethernet-Anschluss ausgestattet.
Der PM4i ist darüber hinaus ein sehr solide verarbeiteter und robuster Industriedrucker mit Metallgehäuse, der für den Einsatz in schwierigen Umgebungen entwickelt wurde.
Die einfache Handhabung und der „Justin-time“-Etikettendruck bescheren einen deutlichen Zeitgewinn gegenüber der früher notwendigen Vorproduktion. Dabei kann durch den Einsatz von Rolltischen die neue Drucklösung bei Coppenrath flexibel in der gesamten Produktionshalle eingesetzt werden. Besonders erfreut ist Diplom-Betriebswirt Yves-Rando Diek auch über die drastische Kostenersparnis, die mit Hilfe der leistungsfähigen Anschaffung erzielt wird: Durch geringeren Personalaufwand und weniger Materialverbrauch kann Coppenrath mit der Lösung rund 30.000 Euro im Jahr einsparen. Die gesamte Integration erfolgte in enger Abstimmung mit dem Systemhaus pco und verlief reibungslos voll im Zeitplan.
Coppenrath erhielt Hard- und Software seitig kompetente Unterstützung: Mit den von pco empfohlenen Intermec-Etikettendruckern ist der Gebäckhersteller besonders zufrieden:
„Die Drucker sind sehr solide verarbeitet und laufen absolut stabil. Das spricht für sich.“, betont EDV-Mann Diek. Neben den beschriebenen Etikettendruckern setzt Coppenrath auch bei der Kennzeichnung ganzer Paletten mit RFID-Labels auf Intermec – in diesem Fall auf RFID Drucker. Diese Kennzeichnung wird von einigen großen Lebensmittelketten für eine Beschleunigung der Lagerlogistik so gefordert. Bereits sicher ist, dass Coppenrath zu den aktuell in Betrieb befindlichen Etiketten- und RFID-Druckern weitere Intermec-Druckmaschinen ordern und integrieren wird. Auch dabei wird man sich bei den Keksbäckern wieder auf die kompetente Unterstützung des Systemhauses pco und des Hardware-Partners Intermec verlassen. „Puzzleteile“ an Informationen mittels Dokumentensichtung vor Ort gehört der Vergangenheit an. „Ziel war, den Sichtungsprozess, der etwa aufgrund von Kundenanfragen gestartet wurde, von sechs Stunden Dauer auf 10 Minuten zu kürzen. Die ist uns klar geglückt“, meint Dr. Ronald Schrödter zufrieden.